Die gleichstellungsorientierte Organisation

Für die führenden Trendforscher steht außer Diskussion, dass Unternehmen in einer VUCA-Umgebung nur erfolgreich sein können, wenn sie mit einem diversen Team agil agieren können. Gleichstellung ist eine dafür notwendige Strategie, die ohne moralisierenden Subtext professionell eingeführt wird und Unternehmen und Organisationen erfolgreicher macht.

Die gleichstellungsorientierte Organisation ist das Ergebnis eines systemischen Entwicklungsprozesses.

Wie gleichstellungsorientiert tickt mein Unternehmen/meine Organisation?

Falls Sie nicht sicher sind, wie gleichstellungsorientiert Ihre Organisation agiert, überlegen Sie, welche der folgenden Aussagen auf Ihr Unternehmen/Ihre Organisation zutreffen.

  • Im Unternehmen gibt es weibliche Vorbilder und Mentorinnen.
  • Frauen werden ermutigt, Führungsverantwortung zu übernehmen.
  • Lange Arbeitszeiten sind keine Grundvoraussetzung für Aufstieg.
  • Vergleichbare Leistungen von Frauen werden anerkannt.
  • Gleichstellung ist im Unternehmensleitbild und/oder in den strategischen Zielen explizit schriftlich verankert.
  • Es gibt eine/n Gleichstellungsbeauftragte/n mit zugewiesenen Ressourcen.
  • In den internen und externen Dokumenten werden geschlechtergerechte Formulierungen durchgängig verwendet.
  • Im Recruiting werden Frauen explizit angesprochen.
  • Aufnahmeverfahren/Assessments werden gleichstellungsorientiert durchgeführt.
  • Der Bewerbungsprozess wird von einem geschlechterausgewogenen Team durchgeführt.
  • Für Frauen existieren spezielle Traineeprogramme, Mentoringprogramme, und Karriereentwicklungsprogramme.
  • Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Frauen (intern oder extern) werden unterstützt.
  • Um Frauen bei der Karriereplanung zu unterstützen werden Weiterbildungsprogramme Coachingprogramme bzw. Karrieregespräche angeboten.
  • Bei den Top-Führungskräften ist ein Verständnis für Frauen in Führungspositionen vorhanden.
  • Es gibt in unserem Unternehmen die Möglichkeiten flexibler Arbeitszeiten, flexibler Arbeitsplatzgestaltung und Teilzeit.
  • Karenzmanagement ist ein selbstverständlicher Teil der Personalentwicklung.
  • Das Sitzungsmanagement berücksichtigt familiäre Verpflichtungen.
  • Väterkarenz wird aktiv gefördert.
  • Das Unternehmen unterstützt familienbezogene Leistungen (finanzielle Unterstützung bei Kinderbetreuung, betriebliche Angebote wie Ferienzeitenbetreuung, Hausaufgabenbetreuung, ..)
  • Gender Trainings für Führungskräfte wird regelmäßig angeboten.
  • Das Unternehmen sorgt für regelmäßige Information zum Thema Gleichstellung (weibl. Führungsanteil, Frauenanteil/Männeranteil im Betrieb, …).

Auswertung

Weniger als 7 Aussagen treffen zu

Da gibt es wohl noch Luft nach oben, was Gleichstellung betrifft. Wenn Sie auch für weibliche Fachkräfte interessant werden möchten, sollten Sie massiv in eine Gleichstellungsstrategie für Ihr Unternehmen investieren. Der Fragebogen könnte Ihnen einige Handlungsfelder zeigen, die Sie prioritär behandeln sollten. Am effizientesten wäre die Arbeit mit Expert*innen, die auch das notwendige Know-how einbringen können.

Zwischen 8 und 15 Aussagen treffen zu

Einiges haben Sie schon umgesetzt im Bereich Gleichstellung. Evaluieren Sie, was gelungen ist, was leicht, was schwierig war und was sich auch nachweisbar bewährt hat. Sammeln Sie  Beispiele für Gelungenes. Der Fragebogen zeigt Ihnen Möglichkeiten, an welchen Handlungsfeldern Sie ansetzen könnten. Falls noch keine Gleichstellungsstrategie formuliert ist, sollte dies der nächste Schritt sein. Es hat sich bewährt, für den Prozess der Strategieentwicklung, der am besten partizipativ gestaltet sein sollte, um hohe Akzeptanz sicherzustellen, mit Expert*innen im Bereich Gleichstellung zu arbeiten.

16 oder mehr Aussagen treffen zu

Sie dürfen sich selbstbewusst als gleichstellungsorientiert geführtes Unternehmen bezeichnen. Sie haben vermutlich ein Monitoring-System implementiert, mit dem Sie sicherstellen, dass die erfolgreich eingeführten Maßnahmen auch nicht in Vergessenheit geraten und die noch nicht umgesetzten Maßnahmen behalten Sie im Auge. Punktuell könnten Sie ein/n externe/n Expert*in hinzuziehen, um die Maßnahmen weiter zu optimieren und gegebenenfalls blinde Flecken zu erkennen.